Rechenbeispiel zur Ersparnis
Der Einkaufspreis eines einzelnen Sensors liegt im einstelligen Eurobereich. Multipliziert mit einer Serienstückzahl ergibt sich ein siebenstelliger Betrag. Das folgende Beispiel rechnet diesen Anteil für eine Größenordnung durch, wie sie im Fahrzeugbau vorkommt. Die Annahmen sind offengelegt, und ein eigener Abschnitt benennt, was die Rechnung nicht enthält.
Die Annahmen
- Ein Drucksensor mit einem Einkaufspreis von 3,50 € je Stück.
- Eine Serie von 3.000.000 Fahrzeugen, je ein Sensor pro Fahrzeug.
- Die gemessene Größe lässt sich aus Kanälen rekonstruieren, die im Fahrzeug ohnehin vorliegen (der Sensor kann in der Serie also entfallen).
- Auf der Gegenseite steht eine Virtual-Sensor-Lizenz zu 10.000 € pro Jahr (Einzelplatz, zzgl. MwSt., siehe Preise).
Die Rechnung
| Stückzahl | Teilekosten des Sensors | abzüglich einer Jahreslizenz |
|---|---|---|
| 10.000 | 35.000 € | 25.000 € |
| 100.000 | 350.000 € | 340.000 € |
| 1.000.000 | 3.500.000 € | 3.490.000 € |
| 3.000.000 | 10.500.000 € | 10.490.000 € |
Bei drei Millionen Fahrzeugen entfallen also 10,5 Millionen € an reinen Teilekosten, das 1.050-Fache der Jahreslizenz. Anders herum gerechnet: Die Lizenz ist ab 2.858 Stück bezahlt (10.000 € geteilt durch 3,50 €), und bei drei Millionen Fahrzeugen liegt ihr Anteil bei rund einem Drittel Cent je Fahrzeug.
Was in dieser Rechnung nicht enthalten ist
Die Tabelle zeigt eine einzige Größe: den Einkaufspreis des Bauteils. Sie ist damit in beide Richtungen unvollständig.
Nicht enthalten auf der Kostenseite: die Messung samt Referenzsensorik, der Entwicklungsaufwand für Training und Validierung, die Absicherung und Freigabe des Modells sowie der Platz- und Rechenbedarf auf dem Steuergerät. Während der Entwicklung wird der physische Sensor weiterhin benötigt; er ist die Referenz für Training und Bewertung des Modells. Er entfällt in der Serie, nicht im Versuch.
Nicht enthalten auf der Einsparseite: alles, was an einem Sensor hängt, ohne der Sensor zu sein: Kabelbaum und Stecker, ein belegter Steuergeräte-Eingang, Montage- und Prüfschritte in der Fertigung, Diagnoseabdeckung, Gewährleistungs- und Feldausfälle sowie Ersatzteillogistik über die Lebensdauer. In der Praxis liegt diese Summe häufig über dem reinen Teilepreis. Belastbar beziffern lässt sie sich nur mit Ihren eigenen Zahlen; ein pauschaler Faktor würde hier keine verwertbare Aussage ergeben.
Die Rechnung setzt eine technische Voraussetzung voraus, keine kaufmännische: Die Zielgröße muss sich aus den vorhandenen Kanälen rekonstruieren lassen. Ein Trainingslauf auf einer bereits vorhandenen Messung liefert dazu einen ersten Anhaltspunkt, bewertet auf einem zurückgehaltenen Validierungsanteil.
Prüfung an vorhandenen Messdaten
Data Sensors läuft sieben Tage lang mit vollem Funktionsumfang, ohne Konto und ohne Zahlungsdaten. Damit lässt sich an einer vorhandenen Messung prüfen, ob ein virtueller Sensor für die betreffende Größe in Frage kommt.